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Da frühe Traumatisierungen und deren Auswirkungen einem
davon betroffenen Menschen oft nicht wirklich bewusst
sind und sich erst in aktuellen, oft sehr unbefriedigenden
Beziehungserfahrungen zur Darstellung bringen, ist eine
beziehungsorientierte, länger-
fristige Traumatherapie die
einzige Möglichkeit, eine grundlegende und anhaltende
Veränderung der inneren Welt und damit eine echte Verbesserung
der Lebensqualität zu erreichen.
In Holdereggers Buch *Der Umgang mit dem Traum" wird mit Hilfe von klinischen Beispielen
eine Behandlungstechnik zur Darstellung gebracht, die
es Therapeuten und Patienten in der Traumatherapie ermöglicht, ganz direkt
mit eben den Beziehungsstrukturen zu arbeiten, die das
Lebensgefühl und das soziale Leben des Patienten beeinträchtigen.
Die Arbeit mit der "traumatisierenden" Übertragung,
in der das traumatische Erleben mindestens ein Stück
weit aktualisiert werden kann, hilft mit schwierigen
Behandlungssituation besser zurechtzukommen und zu verstehen,
dass gerade die Bedrohung der therapeutischen Beziehung
oft ein Schlüssel für den Zugang zur inneren Traumastruktur
sein kann.
Das Buch "Der Umgang mit dem Trauma" zeichnet sich nicht nur durch Klarheit und
gute Lesbarkeit aus, es zeigt auch, wie tief verwurzelt
das Wissen um das Trauma in der menschlichen Kulturgeschichte
ist und dass man auch in ganz alten Texten, wie z.B.
im Märchen vom Froschkönig, etwas über einen heilsamen
Umgang mit dem Trauma erfahren kann.
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