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Mit der Interpretation der "Mona Lisa" kommen wir wieder
in einen engeren Kontakt mit dem Anfang des Buches, mit
den Gedanken über den "Taugenichts" und mit dem Bild vom
Glück des verlorenen Kindes, dem Glück, das der Mensch
in der Rückkehr zum Ursprung findet, und dem Glück, das
ihm das geistige Leben und die kreative Gestaltung eigener
Welten ermöglichen.
Wir finden in der Vielfalt und Vielschichtigkeit der Themen,
die die Arbeit von Leonardo anbietet, vieles von dem in
bildnerischer Weise dargestellt, was die Thematik dieses
Buches ausmacht: z.B. die Bedeutung der frühen Erinnerung
als Hinweis auf die Quelle des Lebens; den sehnsuchtsvollen
Blick zurück nach einem Lebensgefühl, das vom angeblich
paradiesischen Glück einer unreflektierten Existenz zeugt;
die in der Bewegung des Wassers dargestellte Dynamik des
Gefühlslebens, das die primären mit den sekundären Strukturen
der Seele verbindet; den Hinweis darauf, daß die Seele
stirbt, wenn die alles verbindenden Gefühle versiegen,
wenn das Wasser nicht mehr durch die Landschaft fließt;
die Irritation durch bedrohliche alte Bilder, die die
lebendige Neugestaltung des Selbst-
gefühls bedrohen, und die große Bedeutung der kreativen
Neugestaltung des verlorenen Ursprungs. Leonardo hat in
seinem Bild auch die zentrale Bedeutung des Traumas für
den Bruch zwischen den beiden psychischen Welten dargestellt
und darauf hingewiesen, daß die tiefen Wurzeln der Selbstkonstituierung
in der frühen Identifikation mit der Mutter liegen - in
seinem Fall ist es eine Mutter, die in einem gespaltenen
Bild zur Darstellung kommt.
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